6. Lauf DRX

Finale in Gründau: Die Titel sind Entschieden

Am 16./17. Oktober entschieden sich auf dem Gründautalring in Hessen die Titel. Dietmar Brand wurde Deutscher Rallycross Meister, Bastian Sichelschmidt DMSB Rallycross Meister, Andreas Huhn gewann den DMSB Rallycross Pokal und Tim Kulikowski die Gesamtwertung der dmsj – Deutsche Junioren-Rallycross-Meisterschaft 2021.

dmsj – Deutsche Junioren-Rallycross-Meisterschaft 2021

Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg konnta Tim Kulikowski (Opel Corsa) seinen Junioren-Titel verteidigen. Der junge Pilot aus Kirchhain hatte nur knapp 60 Minuten Anfahrt bis Gründau und konnte den Titel mit vier Siegen in sechs Rennen einfahren. Zweite wurde Nina Riese (VW Polo). Tim Reinert (Citroen Saxo) belegt Platz drei. Reinert konnte alle Finalrennen der Rookie1600 gewinnen, erhielt aber nur halbe Punkt aufgrund der geringen Teilnehmerzahl.   

DMSB Rallycross Pokal

Die bisherige Erfolgsserie von Andreas Huhn im Honda Civic TypeR fand mit einem Kupplungschaden ein Ende zum Start in das Finale der Produktionswagen plus, jedoch reichten die Punkte aus den Vorläufen und die Finalqualifikation aus, um den DMSB Rallycross Pokal zu gewinnen. Mit insgesamt 172 von maximal 180 Punkten schloß er damit die Saison 2021 mit einem beeindruckenden Ergebnis ab und hielt Maike Glöde (150 Punkte) und Daniel Genz (147 Punkte) auf Distanz. Für Genz wurde es noch spannend, da Tim Kulikowski mit seinem Finalsieg bis auf einen Punkt an in herankam.

Daniel Genz gelang im Peugeot 206 RC Platz 1 in der Qualifikationswertung der Vorläufe, schied im Finale nach dem Start der DRX Produktionswagen plus aber auch mit Kupplungsproblemen aus. Volker Kirschbaum (Peugeot 205) konnte so vor Manfred Streginski siegen.

Maike Glöde (Opel Corsa) war in ein Startgerangel im dritten Vorlauf verwickelt und musste das Wochenende beenden, die gesammelten Punkte ermöglichten ihr aber am Abend auf dem Podium die Trophäe für den zweiten Platz im DMSB Rallycross Pokal entgegenzunehmen. Tim Kulikowski verpasste die Medaillen-Ränge um einen Punkt und wurde mit 146 Punkte Vierter.  

DMSB Rallycross Meisterschaft

Strahlender Sieger in der am härtesten umkämpften Gesamtwertung war in Gründau Bastian Sichelschmidt, in seinem DRX Supernational plus BMW M3 E30 mit 157 Punkten. Sichtlich ergriffen gab Sichelschmidt bei der Siegerehrung zu, es noch gar nicht begreifen zu können. In Schlüchtern hat er am Samstag seinen ersten DRX-Lauf gewonnen und am Sonntag direkt nachgelegt. In den drei Wochen zwischen Schlüchtern und Gründau wurde viel über Detailverbesserungen am BMW nachgedacht. Und der Erfolg gibt Sichelschmidt und seinem Team Recht! Im Finale setzte er sich nach dem Start an die Spitze und zog mit Tobias Weigel (BMW E36) hinter ihm davon. Dahinter ging es eng zu zwischen Andres Maschkötter (Volvo 242), Ariane Vanlommel (BMW E46), Jannik Riese (Seat Cupra) und Andreas Wendling (BMW E46). Jeder wollte sich den dritten Platz auf dem Podium sichern.

Björn Urbach hatte am Sonntag im zweiten Heat nach einem Kontakt mit Ariane Vanlommel einen heftigen Einschlag in die Leitplanke und musste mit dem Hubschrauber zur Untersuchung ins Krankhaus gebracht werden. Dort wurden keine inneren Verletzungen oder Brüche festgestellt, so dass Urbach am Montag wieder im Kreise seiner Familie war.

In Abwesenheit von Urbach in der Klasse Supernational plus war er leichte Beute für die Supernational minus Piloten. Sven Seeliger (Ford Fiesta ST) haderte erneute mit seinen Starts und musste sich in den Vorläufen mal hinter Sven Zimmer (Heat 1) oder Philipp Knof (Heat 3) anstellen. Zimmer reiste am Samstagabend aus familiären Gründen ab. Beim ersten Start der Supernationals bis 2000ccm wurde es dann in der ersten Kurve zu eng, und Timo Mettig (Renault Clio RS), Swen Gruppe (VW Golf) und Philipp Knof (Peugeot 205 RWD) konnten das Rennen beim Neu-Start nicht erneut starten.

Daher standen nun nur noch 5 Fahrzeuge für den Restart bereit. Trotzdem wurde es wieder eng in der ersten Kurve. Dieses Mal zwischen Seeliger und Marco Wittkovski (VW Golf). Seeliger konnte sich aber durchsetzen und setzte sich etwas von Wittkovski ab. In dieser Reihenfolge sahen beide auch das Ziel, Dritter wurde Kim Valgaeren. Mit den gewonnenen Punkten konnte sich Seeliger (146 Punkte) noch den zweiten Gesamtrang in der Meisterschaft sichern. Wittkovski wurde Gesamtdritter (131 Punkte). Urbach blieb bei 125 Punkten. Auf Rang 5 schob sich Ralph Wilhelm mit 123 Punkten noch dicht an Urbach ran.

DRX Deutsche Rallycross Meisterschaft

Für Dietmar Brandt (VW Golf R20 RX) war die Titelverteidigung schon vor Gründau schon fast sicher. Mit 130 Punkten auf Platz 1 hatte er bereits 23 Punkte Vorsprung auf Maik Böhling (Audi TT, 107 Punkte). Wie schnell es aber gehen kann zeigte sich im Finale, als Brandt nach einer Runde mit defekter Antriebswelle ausfiel. Zuvor hatte er allerdings die nötigen Punkt in den Vorläufen und die Finalqualifikation geholt und nahm am Abend den Meisterpokal entgegen. Das mit Spannung erwartet Duell mit Gaststarter Bernd Wilhelm (Ford Focus T16) blieb ebenfalls aus. Bei Wilhelm streikte der Vortrieb bereits am Samstag und konnte nicht repariert werden.

Victor Smolski (Audi S4) wiederholte im Finale von Gründau seinen Sieg von 2019 und wurde in der Meisterschaft mit Gesamt 76 Punkten Dritter. Zweiter im Rennen wurde Gaststarter Alexander Hiss (Peugeot 205). Maik Böhling fuhr im letzten Rennen der Saison auf Platz 3 und wurde Vize-Meister mit 129 Punkten.

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