Großer Saisonauftakt am Estering: DRX startet 2026 in Buxtehude

Auftakt in Buxtehude: Spannung vor dem ersten Start

Mit großer Spannung blicken Aktive und Fans auf den Saisonauftakt am Estering. Bereits Ende März nutzten zahlreiche Teams Testmöglichkeiten in Buxtehude und im niederländischen Valkenswaard, um sich gezielt auf den ersten Renneinsatz vorzubereiten.

Neben den fest eingeschriebenen Teilnehmenden gehen auch Gaststarterinnen und ‑starter an den Start – ein fester Bestandteil der DRX, der zusätzliche Würze und neue Impulse in die Klassen bringt.

DRX1: Favoriten und ein vielbeachtetes Comeback

In der Topklasse DRX1 trifft der Danziger Michał Peterlejtner unter anderem auf den mehrfachen Deutschen Meister Dietmar Brandt (VW Golf R20RX) sowie auf Maik Böhling (Audi TT)

Für besondere Aufmerksamkeit sorgt zudem Corven Höft, der nach seiner letzten DRX‑Saison 2023 mit einem technisch weiterentwickelten Ford Focus zurückkehrt.

Wir haben noch eine Rechnung offen“, sagt Höft lachend beim Testtag. „Technisch sind wir jetzt besser aufgestellt. Wir fühlen uns im DRX‑Fahrerlager sehr wohl. Der Estering als Heimrennen hat einen besonderen Reiz.“

DRX2: Neue Impulse in der großen Tourenwagenklasse

Neu in der DRX2 startet Daniel Habicht mit einem 315 PS starken BMW E82 M Coupé. Seine motorsportliche Ausbildung begann im Autoslalom und Bergrennsport, bevor er 2021 in den Rallycross wechselte.

„Mich faszinieren die Belagwechsel und die direkten Zweikämpfe – Tür an Tür“, erklärt Habicht. Als Sieger des DMSB Rallycross Pokals 2024 trifft er auf starke Konkurrenz, darunter Titelverteidiger Yorick Maeyninckx (Volvo 242), Bastian Sichelschmidt (BMW E30 M3) und Florian Viehmann (VW Polo 6R Turbo).

DRX3: Enge Duelle zum Saisonstart

In der DRX3 erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Saisonauftakt ein kompakt und hochwertig besetztes Fahrerfeld. Vier Fahrzeuge kämpfen um die ersten Punkte des Jahres, angeführt von Klassensieger Lukas Ney (Škoda Fabia).

Die Klasse steht für gleiche Voraussetzungen und intensive Zweikämpfe, bei denen auf dem technisch anspruchsvollen Estering vor allem saubere Starts, Präzision und Konstanz den Unterschied machen. Bereits zu Beginn der Saison dürfte sichtbar werden, wer sich frühzeitig in eine gute Ausgangsposition im Titelkampf bringt.

DRX4: Deutsch‑niederländischer Vergleich

In der Klasse DRX4 kommt es zu einem direkten Duell zwischen deutschen und niederländischen Fahrerinnen und Fahrern. Mats Jonas (Ford Fiesta) und drei weitere deutsche Starter treffen auf sechs Teilnehmende aus den Niederlanden.

Besonders im Fokus steht Fabienne Verbugt, die das Fahrzeug des DRX4‑Vizeklassensiegers 2025 Bennet Zobel übernimmt. Teamkollege Freek Hendrix steuert im Gegenzug Verbugts bisheriges Fahrzeug. Neu ist zudem: Ab dieser Saison sind auch Rally4‑Fahrzeuge in der DRX4 startberechtigt.

DRXN1 und DRXN2: Volle Felder im DMSB Rallycross Pokal

Ein echtes Full House gibt es erneut im DMSB Rallycross Pokal. In der DRXN1 stehen 19 Nennungen, in der Einstiegsklasse DRXN2 gehen 16 Fahrzeuge an den Start. Die beiden Klassen gelten als kostengünstiger Einstieg in den Rallycross: weitgehend seriennahe Technik, überschaubare Budgets und dennoch intensive Rennaction.

Aufsteiger, Rückkehrer und neue Namen

In der DRXN1 zählen Philipp Peine (Seat Ibiza Cupra) und Dirk Bublies (Honda Civic Type R), beide Spitzenfahrer der Saison 2025, erneut zu den Favoriten.

Mit dem 16‑jährigen Timm Sachse, zweifacher Deutscher Junioren Rallycross Meister, steigt ein weiteres Nachwuchstalent in die Klasse auf und vollzieht damit den nächsten Karriereschritt.

Das Team Euti‑RX setzt erstmals einen Ford Fiesta ein, den sich Nadine Euteneuer, Marcel Euteneuer und Benjamin Struß teilen. Neu dabei sind außerdem Torsten Bröhl (Ford Focus), Leo Reiß (Peugeot 206) sowie Adrian Weber im ehemaligen Opel Corsa von Kulikowski.
Ganz neu bin ich gar nicht“, erklärt Weber. „2018 hatte ich bereits einen Gaststart in Oschersleben. Die Strecken, Organisation und das Umfeld machen die DRX für mich sehr interessant.“

Nachwuchs im Fokus der DRXN2

Nach dem Aufstieg von Timm Sachse wird in der DRXN2 ein neuer Maßstab gesucht – sowohl im Klassenkampf als auch in der dmsj‑Meisterschaft der unter 18‑Jährigen.

Zu den Teilnehmenden zählt der 15‑jährige Henri Haaf, der in den vergangenen beiden Jahren im Junior‑Crosscar aktiv war. Sein Vater Sven Haaf, selbst erfahrener Rallyefahrer, betont:
„Die DRX ist eine der wenigen Möglichkeiten, in diesem Alter bereits Tourenwagen‑Erfahrung auf wechselndem Untergrund zu sammeln – und das bei überschaubarem Budget mit Serientechnik und Straßenreifen.“

Rahmenprogramm: ADAC XC Cup startet ebenfalls

Der ADAC XC Cup erweitert das Rennwochenende am Estering als sportlich attraktive Ergänzung zur DRX und startet in Buxtehude ebenfalls in die Saison 2026. Mit eigenen Wertungsläufen sorgt der Cup für zusätzliche Vielfalt auf der Strecke und ergänzt das Programm um weiteren intensiven Offroad‑Rennsport.

Der XC Cup richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer aus unterschiedlichen Erfahrungsstufen und bietet enge Rennen, unterschiedliche Fahrzeugkonzepte und viel Action. Für Fans bedeutet das: noch mehr Läufe, noch mehr Zweikämpfe und ein noch dichterer Zeitplan

Ausblick

Mit vollen Starterfeldern, zahlreichen Premieren und offenen sportlichen Fragen verspricht der Saisonauftakt am Estering einen intensiven Start in die DRX‑Saison 2026.
Alle Entwicklungen rund um die Deutsche Rallycross Meisterschaft gibt es auch über den DRX‑Newsletter.

Zurück

Verwandte Nachrichten

ADAC SimRacing Rallycross Cup startet in die dritte Saison

ADAC SimRacing Rallycross Cup startet in die dritte Saison

Neustart mit Rückenwind: Mini‑Buggy‑Nachwuchs startet 2026 neu durch

Neustart mit Rückenwind: Mini‑Buggy‑Nachwuchs startet 2026 neu durch

Peine, Sachse und Genz setzen Akzente beim Pokalauftakt

Peine, Sachse und Genz setzen Akzente beim Pokalauftakt