Hitze, Highspeed und enge Entscheidungen in Gründau

Bedingungen fordern Fahrer und Technik

Am Pfingstwochenende wurde es in Gründau nicht nur wetterbedingt heiß. Auch auf der Strecke ging es eng zu: zahlreiche Tür-an-Tür-Duelle prägten das Geschehen. Gleichzeitig stellte der Doubleheader in Mittelhessen hohe Anforderungen an Fahrer und Fahrzeuge.

Die rund 1.200 Zuschauer am Gründautalring, eingebettet in das ADAC Fahrsicherheitszentrum Rhein-Main, bekamen an beiden Tagen dichten Rennsport geboten. Besonders der enge Leitplankenabschnitt „Klein‑Monaco“ blieb ein entscheidender Faktor – Fehler wurden hier direkt bestraft.

DRX1: Gurschler zwischen Dominanz und Rückschlag

Die Rückkehr des amtierenden DRX-Champions Werner Gurschler im Ford Fiesta ST prägte die Topklasse. Mit seinem über 500 PS starken Allradfahrzeug bestimmte er zunächst das Geschehen.

Im Finale am Samstag verlor er jedoch nach einem Fehler in der Jokerlap den sicher geglaubten Sieg durch eine Zeitstrafe und wurde als Dritter gewertet. Davon profitierte Dietmar Brandt, dessen VW Golf konstant arbeitete und ihm den Sieg vor Maik Böhling einbrachte.

Am Sonntag blieb Gurschler fehlerfrei und setzte das Tempo über die gesamte Distanz – Sieg vor Brandt und Böhling.

DRX2: Maeyninckx bleibt Referenz

In der DRX2 bestätigte Yorick Maeyninckx seine Rolle im Feld. Der amtierende Deutsche Meister gewann beide Rennen und überzeugte vor allem durch Konstanz über die Distanz.

Hinter ihm zeigte sich ein enges Feld: Colin Neurath hielt den Abstand gering, während sich die Podestplätze zwischen Daniel Habicht und Bastian Sichelschmidt verteilten.

Entscheidend: Der Abstand nach hinten ist klein – Fehler könnten sofort Konsequenzen haben.

DRX3: Ney kontrolliert das Geschehen

Lukas Ney bestimmte in der DRX3 das Wochenende und sicherte sich beide Laufsiege.

Kirian Trafny überzeugte vor allem in den Startphasen und konnte zeitweise die Führung übernehmen, verlor jedoch über die Distanz an Boden.
Dahinter zeigte sich Sven Heck mit zwei dritten Plätzen konstant.

Mit Jonas Rahr (16) gab zudem ein Nachwuchsfahrer sein Debüt und behauptete sich im Feld.

DRX4: Offene Rennen und wechselnde Sieger

Die DRX4 bot die größte Dynamik des Wochenendes. Am Samstag entwickelte sich zunächst eine enge Spitzengruppe, bevor Zwischenfälle das Finale entschieden.

Ein Überschlag von Mats Jonas sowie ein Ausfall von Freek Hendrix veränderten die Ausgangslage deutlich.
Philipp Knof sah zwar als Erster die Zielflagge, fiel jedoch durch eine Zeitstrafe zurück.

Sieg für Louis de Haas vor Sven Zimmer und Johan Kwinten. Am Sonntag nutzte Hendrix seine Chance: Erster DRX4‑Sieg für Freek Hendrix vor Knof und de Haas

Mini Buggy: Motorsportnachwuchs sorgt für Aufmerksamkeit

Erstmals trat die dmsj Deutsche Junioren Mini Buggy Meisterschaft im Rahmen der DRX an. Neun Fahrerinnen und Fahrer gingen an den Start und zeigten über das gesamte Wochenende hinweg, wie viel Dynamik und Einsatz im Nachwuchs steckt.

Der Auftritt blieb auch neben der Strecke nicht ohne Wirkung: Die Zuschauer gingen sichtbar mit, klatschten die jungen Fahrer nach vorne und verfolgten die Läufe mit großem Interesse.

Auch von offizieller Seite gab es klare Anerkennung: Sowohl Streckensprecher Björn Urbach als auch Veranstalter Horst Laubach hoben ausdrücklich hervor, welches Niveau und welche Präsenz die Mini Buggys in Gründau gezeigt haben.

Im Finale setzte sich Renske Kwinten (NED) durch. Dahinter folgten:

2. Henri Hinnenkamp
3. Jayden Hans

Weitere Platzierungen:
4. Louis Hinnenkamp
5. Moritz Kruse
6. Jonathan Leicher
7. Luca Rothauge
8. Matthäa Diebel
9. Thea Kramer

Für den Nachwuchs geht es bereits im nächsten Schritt im Autocross in Höchstädt weiter, bevor die Saison mit dem großen Finale im Rahmen der DRX in Oschersleben endet. Der Auftritt in Gründau hat dabei gezeigt, dass sich das Feld nicht verstecken muss – eng, sauber gefahren und mit sichtbarer Unterstützung von der Strecke und den Zuschauern.

Weiter geht's in Valkenswaard

Am 20. und 21. Juni wird die Saison im niederländischen Valkenswaard fortgesetzt. Dort trifft die DRX auf die niederländische und belgische Meisterschaft in einem gemeinsamen Rennwochenende.

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