Gründau is calling

05.05.2016

Zum zweiten Rennen der DRX geht es ins hessische Gründau

Über die reine Asphaltpiste in Gründau ist eigentlich alles gesagt, wie immer ist das Pfingstwochenende der Termin für dieses Rennen. Die Fahrer sind seit Jahren vorbereitet, haben sich bereits daran gewöhnt, dass Reifen und Fahrwerk auf die Streckenbedingungen abgestimmt werden müssen. Keine Auslaufzonen, enge Kurven, schnelle Asphaltpassagen – eng und rasant wird es zugehen und das Wetter soll auch mitspielen, damit das nächste Rennen der DRX ein heißes Pflaster bietet.

Die besonderen Streckenbedingungen haben in der Vergangenheit immer den einen oder anderen Überraschungssieger hervorgebracht. Hinzu kamen Gaststarter wie zum Beispiel Hans Kirchoff mit seinem Porsche oder Bernd Wilhelm, der im letzten Jahr bei den Supercars die Nase vorn hatte. Trotzdem – wer um die Meisterschaft kämpfen will, muss nicht nur hier antreten und Punkte sammeln.

Kaum ist die DRX wieder international und es gibt für ausländische Teilnehmer Meisterschaftspunkte – schon steht ein Fahrer aus einem Nachbarland an der Spitze. Die DRX International führt also der Pole Pawel Hankiewicz an, doch der SuperCar-Fahrer mit dem Skoda Fabia MK2 wird wohl nicht in Gründau an den Start gehen. Wenn also sicher ist, dass die Tabellenführung wechselt, wer wird dann der neue Spitzenreiter in dieser Wertung? Titelverteidiger Marco Wittkovski (VW Golf IV) steht in den Startlöchern, auch Andreas Huschenbett (Opel Corsa) befindet sich in Lauerstellung. Das Meisterauto der Supercars ist wieder dabei, wie bereits am Lausitzring mit einem neuen Fahrer. Matthias Meyer wird den Skoda Fabia RS, mit dem Bernd Schomaker im letzten Jahr den Titel errang, am Pfingstwochenende bewegen. Er bekommt es mit Willi Streitler und Dietmar Brandt zu tun, beide kennen die Piste bereits. Streitler, aus Österreich anreisend, lieferte sich schon wilde Showeinlagen mit Rolf Volland – als der noch mit einem Skoda Fabia die Supercars unsicher machte.

Bei den SuperNationals ist nun wieder Bartek Ruszczynski mit dabei. Er verpasste den Saisonauftakt, aber er wird einer der heißen Kandidaten für eine fette Punkteausbeute sein. Philipp Weidinger hat die Probleme an seinem Neuerwerb aussortiert, wir dürfen gespannt sein, welches Potential in dem Peugeot 206 RC steckt, den er in Gründau erstmals der DRX präsentiert.

Insgesamt weit mehr als vierzig Fahrer bzw. Teams stehen bisher auf der Liste. Und das ist nur das Starterfeld der Rallycrosser. Es dürfte ein Hexenkessel werden in Gründau. Es darf mit Spannung ein wiedermal schönes Rennwochenende für die Deutsche Rallycross Meisterschaft am Gründautalring erwartet werden.

Text: Sven Kopf
Bild: Vanessa Bletz - RallycrossTV.com