Der große Saisonauftakt

17.04.2018

Ein großer Saisonauftakt auf dem Lausitzring voller Spannung, Aufregung und Action liegt hinter uns. Der Lausitzring verlangte den Fahrern alles ab. Sie mussten über zwei Tage kämpfen und wie immer ist klar: nur einer kann das Finale gewinnen!

Der amtierende Deutsche Rallycross Meister, Marco Wittkovski, musste den zweiten Heat ausfallen lassen. Ein Antriebswellenschaden legte den Golf IV lahm und verschaffte der Konkurrenz beim ersten Lauf zur Deutschen Rallycross Meisterschaft powered by ToyoTires einen Punktevorteil.

Für die anderen Fahrer war der Kampf auf dem Lausitzring ebenfalls nicht einfach. Auch Andreas Huschenbett dachte nach seinem Unfall im ersten Heat, dass das Rennen für ihn zu Ende ist. Doch seine Mechaniker leisteten ganze Arbeit und machten seinen Corsa „Speedy“ wieder fit. So konnte "Huschi" nicht nur die restlichen Heats und das Semi-Final für sich entscheiden, sondern sich auch gleich den ersten Platz auf dem Siegertreppchen sichern.Deutlich weniger Probleme hatte Jens Barkhoff, der zwar ebenfalls mit den Streckenbedingungen zu kämpfen hatte, aber mit seinem Polo unfallfrei durch das Wochenende kam. Neben Jens konnten auch Ralph Wilhelm, Sven Zimmer, Swen Grupe und die anderen SuperNational-Piloten ein Punktevorsprung gegenüber Marco aufbauen, der diesen Abstand in den kommenden Meisterschaftsläufen nun erst einmal wieder einholen muss.

Für große Überraschung sorgte Alexander Langer in seinem Super 1600 Ford Fiesta miteiner einwandfreien Performance. Selbst der erfahrene Sven Seeliger – ebenfalls im Ford Fiesta - hatte Mühe mit Alex mitzuhalten. Leider zeigte der Fiesta von Alex bereits im zweiten Heat ein kleines technisches Problem und er musste seinen Renner sowohl in diesem, als auch im dritten Heat in der Box lassen. Somit konnte er sich nicht für das Finale qualifizieren, wo Sven Seeliger vor Markus Schmitt siegte.

Auch bei den SuperCars blieben die Fahrer nicht vom Pech verschont. Neueinsteiger Victor Smolski und Gaststarter Paul Allerts hatten über das Wochenende immer wieder vereinzelte Probleme, die die beiden leider erst zu spät in den Griff bekamen - beide konnten sich so nicht für das Finale qualifizieren. Dietmar Brandt galt mit seinem Golf 6 R eigentlich als untermotorisiert. In den Heats setzte der Kurhesse seinem Gegner, Andreas Steffen, aber zeitweise ganz schön zu, dieser blieb aber mit mehreren Vorlaufsiegen vorne. Im Finale musste sich Steffen dann leider aufgrund eines platten Reifens geschlagen geben und dem Kurhessen schließlich Platz machen.

Der größte Pechvogel an diesem Wochenende war aber wohl Philipp Weidinger. Im Semi-Finale schleuderte es den Berliner auf das Dach, als er in der 3-fach-S-Kurve der Grand Prix Strecke den Reifenstapel touchierte. Philipp stieg glücklicherweise unverletzt aus, jedoch muss sein Peugeot wohl nun ausgiebig repariert werden. „Es ist nun erstmal wichtig alle genauen Schäden zu ermitteln. Der Speed war da, um so schlimmer nun den ersten Lauf so beenden zu müssen.“ so Gerd Weidinger. Philipp hofft, dass der Peugeot bis zum nächsten Lauf auf dem Gründautalring am 19. und 20. Mai 2018 repariert werden kann.

Die vollständigen Ergebnisse gibt es hier zu sehen.

Foto: Kevin Schulze
Bericht: Sebastian Unnasch