„Aufgeben war keine Option.“

10.05.2016

Nachdem die ersten Heats für Romano Schultz am Lausitzring viel versprechend liefen, endete das Wochenende für sein Team noch vor dem Semifinale mit einem kapitalen Motorschaden. Der Albtraum eines jeden Rennfahrers und das auch noch beim ersten Rennen der Saison. Aber wo andere deprimiert aufgeben und sogar Rennen aussetzen, hat das Team um Romano den Motor schon nach nicht einmal 24h ausgebaut, den Schaden vollständig gesichtet, innerhalb von drei Wochen einen neuen Motor aufgebaut und das Auto für das nächste Rennen in Gründau fertig gestellt. Beim Interview verrät uns Romano noch mehr.

Das Wochenende lief es bis dahin für dich sehr gut. Du warst konstant unter den Top 3 zu finden. Wie geht man mit so einem deprimierenden Ausfall um?
Romano: „Es war nicht leicht für mich, aber ich wusste sofort, dass ich aus den guten Heats Kraft schöpfen sollte und mich sofort an die Arbeit machen muss, um keine Zeit bis zum nächsten Rennen zu verlieren.“

Während andere Teams zum Teil Monate brauchen um ihre Motoren, meist im Winter, fertig zu machen, habt ihr das innerhalb von drei Wochen geschafft. Wie ging das so schnell?
Romano: „Das liegt zum einen daran das unser Motor sehr nahe an der Serie ist und nur wenige Bauteile motorsportspezifisch sind. Und eben diese speziellen Bauteile waren nicht beschädigt. Zusätzlich haben wir den Vorteil, dass wir an unseren Rennfahrzeugen schon immer alles selber gemacht haben und somit nicht auf Andere warten müssen. Gerade beim bearbeiten des Motors erspart uns das viel Zeit.“

Was hättet ihr gemacht wenn ihr den Motor nicht zum nächsten Rennen in Gründau fertig bekommen hättet?
Romano: „Von Anfang an stand fest, das Aufgeben für uns keine Option ist. Wir haben keinen Gedanken daran verschwendet, was wäre wenn wir es nicht schaffen.“

Wie sind eure/deine weiteren Pläne für diese Saison?
Romano: „Naja, der Motorschaden hat schon ein tiefes Loch in unser eh schon zu knappes Budget für das Jahr gerissen. Aber wir wollen weiter machen und die Saison in der DRX 2016 bis zum Ende durchziehen. Geplant waren auch noch zusätzlich Gaststarts im Ausland. Aber die werden wir dann wohl eher sporadisch machen können.“

Und wo siehst du dich in diesem Jahr in der Meisterschaft? Die Ergebnisse am Lausitzring waren ja vielversprechend.
Romano: „Ich denke, dass wir etwas weiter vorne sind wie 2015. Aber am Lausitzring waren einige Favoriten nicht da und das Wetter hat uns auch sehr in die Karten gespielt. Umso schwieriger die Streckenbedingungen sind, desto weiter vorne sind wir sicher zu finden. ;-) Aber das Niveau in der DRX ist sehr hoch und mit einem Ausfall und somit null Punkten wird in der Meisterschaft wahrscheinlich nicht viel gehen.“


Bilder: PR Motorsport