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Frohe Weihnachten 2009 - Wunschzettel eines Rallycross Fahrers
Allgemeines Das Jahr 2009 neigt sich dem Ende und mit dem kommenden Jahr 2010 beginnt auch eine weitere DRX Deutsche Rallycross Saison... Habt ihr schon alle Geschenke beisammen?

Zum Abschied des Jahres 2009 werfen wir einen Blick auf die Wunschzettel der Rallycrosser: „Lieber, guter Weihnachtsmann, guck mich nicht so böse an. Stecke deine Rute ein, will auch immer artig sein!“ Ob auch alle so reumütig vorrausblicken? Schauen wir es uns genauer an... In diesem Sinne wünschen wir Euch schon vorab

Frohe Festtage und einen guten Rutsch in die Saison 2010


„Lieber, guter Weihnachtsmann, guck mich nicht so böse an. Stecke deine Rute ein, will auch immer artig sein!“
So oder ähnlich könnten Wunschzettel von Rallycross-Fahrern anfangen. Wobei die Auswahl der Geschenke den lieben Weihnachtsmann sicher das ein oder andere Mal vor gehörige Probleme stellen könnte. Denn ich möchte bezweifeln, das handelsübliche Weihnachtsmänner wissen was eine Einzeldrossenklappeneinspritzung oder ein STACK-Displaysystem ist. Daher möchten wir hier auf rallycross-dm.de gerne ein bisschen Schützenhilfe leisten.

Weihnachten 2009. Der Rennbetrieb auf deutschen und europäischen Rallycross-Strecken ruht größtenteils. Und da ist es doch an der Zeit, mal innezuhalten und zu überlegen oder unsererseits zu spekulieren, was sich ein wahrer Rallycrosser denn so für das nächste Jahr wünscht. Wir haben einmal eine kleine Auswahl von Fahrern der DRX Deutschen Rallycross-Meisterschaft befragt. Dabei haben wir Fahrer ins Visier genommen, von denen man jetzt schon weiß, dass im Jahre 2010 einiges bei ihnen ins Haus steht.

Da wäre zum Beispiel Markus Schmitt aus dem schönen Spessart. Er hat sein neues Arbeitsgerät bereits ausgeführt. Und zwar war er beim Pfingst-Rennen in Gründau mit seinem neuen Citroën C2 zu Gast und ließ den Wagen in seiner damaligen Konfiguration in der Rallycross-Trophy mitfahren. Wie er damals erzählte ist es ein Auto aus Österreich, wo der C2 in der ansässigen Rallye-Meisterschaft bewegt wurde. Mittlerweile hat Schmitt an dem Citroën keinen Stein mehr auf dem anderen gelassen, der neue Bodykit ist schon angebaut, die Vorderachse ist deutlich überarbeitet und jetzt macht man sich an die Kleinigkeiten, „… die allerdings sehr aufhalten und sehr zeitintensiv sind.“


Im Umbau befindlich: der neue Citroen C2 von Markus Schmitt

Der bisherige Saxo steht mittlerweile auf den einschlägigen Internetseiten zum Verkauf. 2010 wird Schmitt also die Division 1A mit dem Citroën C2 aufmischen. Und er hofft, dass er zum Saisonstart nicht mit dem doch noch etwas schwachbrüstigen Original-Motor an den Start gehen kann, sondern mit einem weiterentwickelten stärkeren Aggregat. Nach den anstehenden umfangreicheren Umbauten an dem Fahrzeug, darf man gespannt sein, ob bei ihm im nächsten Jahr dann endlich der Knoten platzt und er sich noch weiter vorne platzieren können wird – das Podium ruft.

Markus Schmitt ganz persönlicher Wunsch: „Ich bin wunschlos glücklich – ich lasse mich überraschen!“ Vielleicht ist ja der stärkere Motor für den Saisonstart im Geschenkesack des Weihnachtsmannes.


Good-Bye Lancia... Platz für ein neues Projekt von Ralph Wilhelm

Bleiben wir bei den französischen Fabrikaten, wechseln aber die Marke. Kommen wir zu Ralph Wilhelm. Wie? Ralph fährt doch Lancia?!? Richtig, er fuhr Lancia. Denn der doch schon etwas betagte – aber immer noch Vize-Meister-würdige – Delta Integrale hat den Besitzer gewechselt. Ralph Wilhelm wird in 2010 nicht nur die Marke – nämlich Renault - sondern auch die Division wechseln - er geht in die 1A! Da wird der Wunschzettel bei Ralph wahrscheinlich ganz besonders lang werden. Denn, so sagte er zuletzt, weiß noch nicht so ganz genau, welches Modell er aus dem ihm so vertrauten Angebot wählen wird. Der Renault Clio ist europaweit ein anerkanntes Top-Fahrzeug, was man an den beiden letzten EM-Titeln von Jussi Pinomäki und zuletzt Mats Lysen erkennen kann. Trotzdem… Ralph hat auch mit seiner Beständigkeit was den Delta anbelangt immer wieder Mut zur Lücke bewiesen. Daher tendiert er persönlich eher zum Mégane Coupé. „Hast Du mal gesehen, wie schnittig und klasse dieses neue Coupé-Modell aussieht? Wahnsinn! Das ist ein Traum.“ schwärmt Wilhelm. Man darf gespannt sein wer siegen wird, die Vernunft oder die Emotion. Noch ist die Entscheidung aber nicht zugunsten des Coupés gefallen, vielleicht ja doch ein Clio! Auf jeden Fall, hat sich Ralph Wilhelm für die Winterpause einiges vorgenommen. Autowechsel, Divisionswechsel, Antriebswechsel – es scheint, als würde Wilhelm direkt in einen zweiten Frühling 2010 aufbrechen. Man darf sehr gespannt sein, wie er sich im nächsten Jahr bei den etablierten Div.1A-Fahrern präsentieren wird.

Wo wir schon hier sind, bleiben wir doch gleich einmal im Norden, in Buxtehude. Für Steffen-Motrosport sind die Planungen für 2010 noch völlig offe. Eins steht für Steffen auf jeden Fall absolut fest: „Es muß ein konkurrenzfähiges Gesamtpaket werden, mit dem ich die nächsten Jahre erfolgreich meinen Motorsport betreiben kann. Die Eigenentwicklung und einen Neuaufbau eines Rennwagens für den Rallycross-Sport werde ich mir sicher nicht auf die Schulter laden.“ Allerdings darf man sich bei einem weiteren Umstand sicher sein, es wird wieder ein Division 1A-Auto werden. Die selbstgesteckten Ziele müssen über Sponsoren abgedeckt sein und das ist in der heutigen Zeit zum Beispiel mit einem Top-Auto in der Division 1 kaum zu erreichen. Steffen führt zur Zeit umfangreiche Gespräche mit Sponsoren und Unterstützern seines neuen Projektes, kann aber noch keine endgültigen Aussagen hierzu treffen.


Andreas Steffen steckt noch mitten in den Vorbereitungen...
 
Nach seinem ganz persönlichen Wunsch befragt, antwortet er ohne lange zu überlegen: „Ich wünsche mir, dass es meiner Familie gut geht und das sie gesund bleibt. Kein Hobby, so intensiv man es auch betreiben mag, kann einem die Gesundheit und das Wohlergehen der eigenen Familie ersetzen. Daher ist dies mein größter Wunsch!“ Wie wir finden ein schöner Wunsch, dem man sich ohne zu Zögern nur anschliessen kann.

Einen Mann dürfen wir in dieser Wunschzettel-Geschichte aber auch auf gar keinen Fall vergessen, den dreifachen Deutschen Meister Gerhard Völzer aus Neumünster. Rar hat er sich nicht gemacht in den letzten Jahren. Gefahren ist er aber leider auch nicht. 2007 war das letzte Jahr des legendären, giftgrünen Opel Kadett C Coupés, das sich bis zuletzt immer wieder spektakuläre Kämpfe mit Ole Bechs Volvo 240 lieferte. Danach hat sich Völzer erst einmal um die Neusausrichtung und Organisation des ACN und des Esterings gekümmert. Dies tut er als 2.Vorsitzender auch nach wie vor. Seiner Mitarbeit im Team des ACN ist es unter anderem zu verdanken, dass Deutschland nach einjähriger Pause 2008 und 2009 wieder einen EM-Lauf austragen konnte. Ebenso wird der Estering ja auch 2010 wieder einen Lauf präsentieren können. Aber wer Gerhard gut kennt, weiß, dass ihm das nicht genug ist. Er ist ein Racer! Es juckt ihm in den Fingern – er will wieder fahren. Und daher ist er dabei einen neuen Renner auf die Beine zu stellen. Er bleibt seiner Marke Opel treu und baut an heckangetriebenen Astra Coupé für die Division 2 – bislang einzigartig in der europäischen Rallycross-Szene. Da Völzer auch ein Tüftler und Kenner der Technik ist, betreibt er diesen Neuaufbau sehr akribisch. Hier sollte sich der Weihnachtsmann dann schon einmal darauf einstellen, dass er im Hause Völzer mit Hinterachsträgern und Antriebskonzepten am Heiligen Abend eintreffen muß. Eins ist aber auch hier klar, wenn das Astra Coupé nur halb so gut wird, wie es bislang auf den Konstruktionsplänen aussieht, dann kann man sich auf einiges gefasst machen. Auf EINIGES…


Gerhard und Corinna Völzer, hier zusammen mit Streckensprecher Martin Kummerow

Gerhards ganz persönlicher Wunsch: „Mehr Zeit für Rallycross – sonst habe ich alles: eine tolle Frau, einen klasse Sohn – einfach eine glückliche Familie!"

Bei unserem nächsten Wunschzettel-Kandidaten könnte man meinen, dass die Wünsche schon alle erfüllt wurden. 12 Titel in der Deutschen Meisterschaft, einen Sieg im diesjährigen EM-Lauf auf dem Estering in Buxtehude, Fahrzeuge, die unschlagbar erscheinen, einen hervorragenden Motorsporthandel. Sie wissen bereits, über wen wir hier sprechen, genau – Rolf Volland. Trotzdem, unter dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ strebt Volland immer wieder zu neuen Herausforderungen, im fahrerischen als auch im technischen. Und scheint der Skoda Fabia Mk2 aus diesem Jahr auch ein herausragendes Renngerät gewesen zu sein, so kann man auch diesen verbessern. Und dieser Aufgabe hat sich Volland nun also angenommen. „Wir werden alles an diesem Auto anfassen und verbessern. Das Auto wird ganz genauso wie das im letzten Jahr, nur ganz anders!“ Das Meister-Auto aus 2009 ist verkauft und Rolf baut an einer noch besseren Version des Überfliegers in der Division 1A. Und wer Rolf Volland in den letzten 12 Meisterschaften beobachtet hat, weiß ganz genau, dass er immer noch etwas findet um den Überflieger noch besser fliegen zu lassen.


Verkauft! Doch die Volland-Fabias bleiben der DRX erhalten!

Nach seinem persönlicher Wunsch befragt sagt Volland nur: „Das unsere Kinder gesund bleiben!“ Auch dies ein sehr schöner Wunsch dem wir uns gerne anschliessen.

In einem Interview zum Resümee der Saison 2009 befragt sagte René kürzlich: „Pech, Pech, Pech!“ Nun, betrachtet man das Jahr von der rennfahrerischen Seite aus, dürfte er durchaus Recht haben. Der Unfall in Österreich, die verpasste zweite Saisonhälfte der Europameisterschaft, viel „Renn“-Zeit die ihm dadurch verloren gegangen ist, einen stark lädierten Skoda Fabia. Sieht man es aber mit anderen Augen, kann man sicherlich glücklich anführen, dass er wieder gesund ist, das er keine bleibenden Schäden davongetragen hat, dass er weiterhin für seine Lebensgefährtin, seine Kinder und seine Familie da sein kann… und… dass er nebenbei auch noch seinen zweiten deutschen Meistertitel in 09 einfahren konnte. Ich glaube, das Glück und das Pech hält sich bei ihm in diesem Jahr die Wagschale. Deshalb möchte man meinen, dass René Münnichs größter Wunsch, wieder Rennen fahren zu können, schon in Erfüllung gegangen ist. Wie aber schon bei Rolf Volland ist auch René eine Persönlichkeit, die immer nach neuen Aufgaben und Herausforderungen sucht. Daher sollte der Weihnachtsmann bei ihm eher mit einem Transporter vorfahren. Denn Münnich wird für 2010 nicht nur 2 neue Autos für die Division 1A aufbauen, auch für die Division 1 will man wohl ein neues Gefährt im Stall haben. Gestestet hat René die tschechisch-schwedische Kombination schon, allerdings ist bislang nur ein Platz in der Garage geschaffen worden. Geparkt wurde dort noch nichts. Vielleicht ja der Platz für den Weihnachtsmann…


Münnich-Motorsport wird auch 2010 in der DRX sein Glück versuchen...

Wie man sieht – der Weihnachtsmann hat dieses Jahr eine Menge zu tun. Wobei wir natürlich all die anderen deutschen Rallycrosser nicht vergessen wollen, die sicher auch eine lange Liste von Wünschen für die Saison 2010 haben werden. Es sollte einfach auch nur kleiner Rundumblick in dem Motorsport sein, den wir alle mit soviel Begeisterung, Liebe, Aufopferung und Engagement betreiben.

Daher bleibt mir nur noch eins zu sagen:

Im Namen des Teams der RMGD und der DRX-Media wünschen wir allen Rallycross-Fahrern, allen Team-Mitgliedern, Familienangehörigen und Freunden dieses so begeisternden Sportes geruhsame und friedliche Weihnachten
und einen ganz hervorragenden Rutsch ins nächste Jahrzehnt!!!

Auf das alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen und wir uns – und das ist mein größter Wunsch – gesund und munter und voller Tatendrang in 2010 wiedersehen,
im März in Oschersleben!

Kommt gut rein und feiert schön…

Martin Kummerow und die RMGD

Bilder: drx-media
Geschrieben am Mittwoch, 23.Dezember. @ 09:00:00 CET von m_hoese

 
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