Neuer Wind im Meisterauto

11.05.2016

Über sein erstes Rallycross-Rennen und seine Ziele für die Saison. Matthias kommt aus dem Autocross und fährt in der Saison 2016 den alten Skoda Fabia von Bernd Schomaker.


Matthias, Du hast Dein erstes Rallycross-Rennen am Lausitzring hinter Dir. Wie ist Dein Resümee nach diesem Wochenende?

Matthias: Das ist auf jeden Fall sehr positiv! Das kann man mit allen anderen Sportarten, die ich gemacht habe nicht vergleichen - es ist auf jeden Fall eine ganz andere Liga. Ich war super happy, dass ich dann doch so gut zurechtgekommen bin, was ich eigentlich nicht gedacht habe. Eher, dass ich mich wesentlich weiter hinten einreihen muss. Aber das ist ja auch noch lange nicht alles - das Auto kann noch viel mehr!

Samstag war es trocken und top Bedingungen. Sonntag dann nur Regen und alle am kotzen. Ich war der einzige, der einen Regentanz gemacht hat, weil ich mich darüber gefreut habe und dachte "Was will ich mehr?". Ich konnte den Skoda vorher nicht testen und dort das Auto zum ersten Mal kennenlernen. Und dann auch noch bei trockener und bei nasser Strecke - für mich genau richtig.


Wer steckt hinter dem Team Vaerloh?

Matthias: Ich habe einige Helfer, das sind meine privaten Kollegen. Jan Hellbach z.B. ist mein Schraubermeister, er betreut mich komplett und ihm vertraue ich. Wir sind also ein kleines, eingeschworenes Team.


Bis zum nächsten Rennen in Gründau ist es ja nicht mal mehr eine Woche. Konntest Du schon Erfahrungen auf dem Gründautalring sammeln?

Matthias: Noch auf keiner der Rallycross-Strecken. Am Lausitzring habe ich vorher nur Videos der Strecke gesehen, bin freitags über die Strecke gegangen und hab gesagt "Okay, versuchen wir das mal!".


Was ist Dein Ziel für diese Saison?

Matthias: Mein Ziel für diese Saison ist, dass das Auto heil bleibt - das hat Priorität Nummer 1. Ich möchte das Auto kennenlernen und mich darin so wohlfühlen, dass ich sagen kann "Das Auto und ich, wir sind eins!". Das war in meinem Autocross-Renner so, das bin ich mit dem Skoda aber noch lange nicht.


Worauf freust Du Dich gerade am meisten?

Matthias: Ich freue mich tierisch auf die nächsten Rennen, besonders auf den Estering - dort gegen die alten Hasen zu fahren. Jörg Jockel und Bernd sind hoffentlich da. Bernd mit seinem neuen Wagen. Die kennen die Strecke seit Jahren alle blind und ich bin noch nicht einen Meter dort gefahren - sie werden also die Messlatte weit oben anlegen und ich werde versuchen dort irgendwie ranzukommen.


Danke Matthias, für das Interview. Wir drücken Dir für das nächste Rennen die Daumen.

Wir sehen uns in Gründau!

Text und Foto: Vanessa Bletz - RallycrossTV