Neuer Look, Heißer Asphalt

01.06.2015

Spät läutete die DRX dieses Jahr ihre Saison ein. Zwar feierten die Rallycrosser ihr Pfingstwochenende wieder traditionell in Gründau, als Saisonauftakt ist ein solch später Termin allerdings sehr ungewöhnlich. Das heißt aber keineswegs, dass die Szene den Start verschlafen hat. Ein Umbruch steht bevor, es geht aufwärts mit der DRX.
Als erster Schritt in die richtige Richtung und mit großem Aufwand wurden einheitliche Scheibenaufkleber und Startnummern hergestellt.


Sportlich passierte natürlich auch so einiges auf dem reinen Asphaltkurs der Gründautaler.
Nach einem sehr souveränen Start setzte sich Henk van de Warrenburg vor Dietmar Brandt und Bastian Sichelschmidt und erweiterte seinen Vorsprung  kontinuierlich, bis er schließlich mit einem Vorsprung von fast 7 Sekunden den Sieg einfuhr. Der aus dem Rallyesport kommende Dietmar Brandt beendete hinter Andreas Huhn und Sven Breckling das Rennen. Alte Klasse, neue Beifahrerin: Trophy-Vizemeister Thorsten "Totto" Hänes  darf diese Saison auf die Unterstützung von seiner Beifahrerin Julia Prautzsch hoffen. In Gründau hatten die beiden starke Konkurrenz und schafften es - vor Florian Viehmann - nur auf einen 6. Platz.

Bei den „Kleinen“ im Rallycross Cup bekam man mit acht Startern ein pralles Finale zusammen. Das Trio Philipp Weidinger, Florian Umland und Florian Viehmann machten in genau dieser Reihenfolge die Qualifikation unter sich aus und landeten schließlich auch so auf dem Podium. Für den weiteren Saisonverlauf heißt es für die Konkurrenten in den verbleibenden vier Meisterschaftsläufen möglichst schnell zu punkten, um die Blitzstarter einzuholen.

Bei den Supernationals gab es erwartungsgemäß die meisten Starter, wodurch ein spannendes A- und B-Finale zustande kam. Der amtierende Meister Bartlomiej „Bartek“ Ruszczynski konnte seinen Erfolg aus dem Vorjahr vorerst nicht wiederholen, sorgte allerdings das ein oder andere Mal für Action. Hausherr war einmal mehr Hans Kirchhof mit seinem Porsche 911. Den Saisonstart entschied er eindrucksvoll für sich, was hoffen lässt, dass der Altmeister - wie 2012 schon - eine ganze Saison unter die Räder nimmt. Philip Leipold mit seinem bärenstarken Mercedes 190 und Marco Wittkowski  blieben ihm in den Qualifikationen dicht auf den Fersen. Im Finale dann, schlug Bartek zurück und katapultierte seinen Alfa Romeo 156 im Finale hinter Kirchhof aufs Podium.

Die Super1600er bekamen es wieder im direkten Duell mit den Supercars zu tun. Die zweiradgetriebenen 1600er mischten sich mutig zwischen die Turbo-Allrad-Boliden der Supercars. Für Deutschlands bisher einzigen Rallycross Europameister Sven Seeliger war es kaum ein Problem, sich an die Fersen der Allradler zu heften und ihnen gefährlich nahe zu kommen. Nach der Qualifikation hatte er bis auf Bernd Schomaker alle anderen Super1600 und Supercars hinter sich gelassen, schied dann aber in der vorletzen Finalrunde aus und schaffte es nicht auf das Podium.
Mit einem "In der letzten Runde [...] war der Lader dann ganz aus" begründet Bernd Schomaker das rasante Überholmanöver von Bernd Wilhelm, der sich dadurch schließlich an die Spitze setzte und den Sieg einfuhr.

Das Fazit fällt leicht: Der Saisonauftakt hatte es trotz späterem Start in sich. Wie gewohnt gab es ein hochkarätiges Starterfeld mit Meistern und Altmeistern. Trotzdem auch einige neue Gesichter, die die Saison 2015 ordentlich aufmischen werden.
Auch das neue Gesicht der DRX kam sehr gut an. Fahrersprecher, Romano Schultz, sieht das genauso: "Das neue Paket scheint Erfolg versprechend und viele Fahrer unterstützen das. Ich freue mich schon auf das nächste Rennen am Lausitzring. Diese Location zeigt auf welchem Weg wir uns befinden."
Am 13./14.06.2015 wird die DRX zum ersten Mal am EuroSpeedway Lausitzring sein.
Bis dahin!

Text: Sven Kopf / Vanessa Bletz
Bild: Vanessa Bletz