Meisterliche Action

25.09.2017

Wittkovski in seinem VW Golf 4 mit Heckantrieb

"Manno man war das eine Action!", so fasste Martin Kummerow, den vergangen Rennsonntag zusammen. Besser hätte man das wohl auch nicht sagen können! Denn das Wochenende war Spannung pur. Neben den nervenaufreibenden Heats ging es durch zwei spektakuläre Semi-Finale, in ein Herzklopf-Finale. Für einige war es nur durch 

Michael Hübner, der Chef-Mechaniker bei Marco, findet auf Facebook seine ganz eigenen Worte: "Ein tolles Wochenende mit einem tollen Auto. Keine einzige Reparatur war nötig. Nur tanken, luftprüfen und als Deutscher Meister nach Hause kommen. So soll es sein!"

Aber ein leichter Meistertitel war das auch nicht, denn die Konkurrenz hat nicht geschlafen. Fred Czaja, Andreas Huschenbett, Dustin Völzer, 'Bartek' und so viele mehr ...!

Während das Wochenende für Andreas Huschenbett problemlos verlief, was er mit dem Sieg im Finale zum perfekten Abschluss gebracht hat, hatten andere Fahrer mit kleinen und großen Problemchen zu kämpfen.Für 2017 muss sich Andreas zwar erneut noch einmal mit Platz 2 abfinden, aber bei der Siegerehrung rief Marco, Andreas zu: "Nächstes Jahr bist du dran!" und auch ich denke, dass Andreas einer der Top Favoriten für 2018 sein sollte.

Vor dem Wochenende hatte der gute Fred Czaja noch einen Punkt Vorsprung vor Andreas Huschenbett, aber leider lief es für Fred und seinem Golf in Schlüchtern zunächst nicht so toll. Bereits im Training mit Motorproblemchen, sagte Fred Öl verschmiert Kopfüber im Motorraum hängend: "Hoffen wir mal das der Motor es bis zu den Finalläufen überlebt!" Das Finale konnte Fred zwar nicht beenden, aber trotzdem kann er stolz sein, zwar muss Fred eine Position in der Meisterschaft aufgeben, aber immerhin ein toller dritter Meisterschaftsrang mit seinem blau/grün gestreiftem Zebra Golf. 

Der Opel Manta und Dustin Völzer mussten zwar in Belgien aussetzen, das Auto war da leider noch nicht wieder bereit, aber in Schlüchtern endlich wieder am Start, aber leider hat ihrgendwas noch nicht zu 100% gepasst. Es war eine Freude Dustin in dem Auto zuzusehen, aber leider sollte es am Ende nicht sein. Martin Kummerow sagt im Live Video: "...auch wenn er im 1. und 3. Heat einen Dreher mit eingebaut hat, ist er unfassbar schnell dabei." Wie Völzer Motorsport selbst bei Facebook schreibt: "Das Wochenende ging leicht holprig zu ende. ... Als Dustin in die Jokerlap fuhr verbremste er sich jedoch und kam von dem Wall leider nicht mehr herunter. Schade, denn die Pace für's Finale war da. Dafür ist das Auto komplett heil geblieben. Nächstes Jahr wird wieder voll angegriffen!!"

Auch der Alfa 156 GTA und Bartlomiej 'Bartek' Ruszczynski waren in Schlüchtern wieder zu Gast, zwar keine Meisterschaftsaussichten, aber trotzdem gab Bartek seinem Alfa die Sporren und kitzelte alles raus. Für die Antriebswelle war es dann im Training etwas zu viel, aber das Team hat mittlerweile eine Routine beim Antriebswelle wechseln. Diese Routine wurde im 1. Heat dann gleich erneut auf die Probe gestellt. Wieder an der exakt gleichen Stelle bleibt der Alfa stehen, kein Vortrieb mehr. Das übliche Problemchen beschrieb Martin Kummerow bei der Siegerehrung mit den Worten: "Als nächstes ehren wir einen Mann der wohl das Alfa Antriebswellen Werk aufgekauft hat." Aber Bartek nimmt es mit Humor, das Grinsen nach dem er endlich mal wieder Rallycross gefahren ist überwiegt ganz klar die Menge der getauschten Antriebswellen.

Beim Team Umland-Racing war es für Kurt Umland das erste Rennen ohne 'größere Problemchen'. Tobias Kathe sagte dazu freudestrahlend: "Endlich läuft das Auto mal ein ganzes Wochenende und bis ins Finale." Im Hause Umland gibt es aber noch mehr zu feiern, denn Florian Umland darf sich nun Pokal Sieger im DMSB Rallycross-Pokal nennen! Dazu mehr im DMSB Rallycross-Pokal Bericht.
Für 2018 kündigten Kurt Umland und Chef Mechaniker Tobias Kathe einen neuen Wagen für Kurt an, dazu später mehr! 

Auch wenn Marco der schnellste in allen Heats war, die Pole-Postion muss er nach dem Semi-Finale an Philipp Leipold abgeben, was nur keiner weiß, Philipp geht mit Handycap an den Start, der wohl größte Verlierer dadurch ist Thorsten 'Totto' Hänes, der am Wochenende insgesamt eine mega Pace präsentierte hat, aber nach einem Kollision im Startgerangel, leider sein Auto noch in Kurve eins abstellen muss. Mit Platz 8 im Finale der SuperNational hatte er wohl aber selbst nicht gerechnet! Der Mercedes und Philipp Leipold fuhren etwas eingebremst um den Ewald-Pauli-Ring, aber sichert sich so Platz 5, dicht gefolgt von Florian Viehmann, der sich mit seinem "kleinen" Polo zwischen den "großen" Anderen sehr stark präsentierte.

Der größte Pechvogel der DRX Finalläufe war wohl Dietmar Brandt, er musste das Finale der SuperCars abmelden, nach einem Unfall und Aus im Finale der RallyCars war der Audi sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Romano Schultz zeigt erneut, seine und die Stärke seines Autos, der Saxo läuft gut und Romano wird immer schneller und beständiger. Gemeinsam mit seinem Team zeigt er eine tolle Leistung. Wie er selbst auf Facebook schreibt: "Wenn aus einem Team Familie wird. Als Team fing es vor sechs Monaten so an und als familienähnliche Gemeinschaft ging die Saison 2017 gestern zu Ende. Vielen Dank an euch alle."

Marco Wittkovski ist Deutscher Meister der Deutschen Rallycross Meisterschaft powered by ToyoTires 2017.

Am 4.11. wird er seinen Meistertitel offiziell bei der Meisterehrung im Jakobshof Schäpe in Beelitz entgegen nehmen dürfen!

Ich bedanke mich bei allen DRX Fahrern für das tolle Jahr und gratuliere Marco Wittkovski zu seinem zweiten Deutschen Rallycross Meistertitel!

Foto: Ralf Hofacker - Text: Sebastian Unnasch